Exzellente Wissenschaft: Rangliste führt 36 Forschende aus Berlin unter den Top 1 % der Welt

 

36 Forscherinnen und Forscher an Hochschulen und Forschungsinstituten in Berlin gehören dem diesjährigen Ranking „Highly Cited Researchers“ zufolge zu den weltweit einflussreichsten Vertreterinnen und Vertretern ihres Fachs. Dabei sticht die Berliner Forschung in den Bereichen Medizin und Gesundheit, Umwelt und Klima, sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz besonders heraus. In die von Clarivate Analytics veröffentlichte Rangliste werden die Top 1 Prozent der weltweit meistzitierten Publikationen in ihrem jeweiligen Forschungsfeld einbezogen. Die Grundlage dafür bildet die multidisziplinäre Datenbank „Web of Science“, die schwerpunktmäßig Publikationen in den Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften abbildet.

Zu den führenden Köpfen in den Lebenswissenschaften zählen neben dem Virologen Prof. Christian Drosten zehn weitere Forschende der Charité–Universitätsmedizin, darüber hinaus die Nobelpreisträgerin Prof. Emmanuelle Charpentier von der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene, der Begründer der Zellklinik-Initiative Prof. Nikolaus Rajewski vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, oder der aus Harvard nach Berlin zurückgekehrte Prof. Alexander Meissner, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin-Dahlem. Auch Berliner Nachwuchsstars bescheinigt das Ranking große Resonanz in der Fachwelt, so etwa den Forschungsarbeiten zu Herz-Kreislauferkrankungen von Dr. Sofia Forslund vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, oder den Untersuchungen von Dr. Nadja Kabisch, die an der Humboldt-Universität zu Berlin eine Forschungsgruppe zu Wechselwirkungen von Umwelt und Gesundheit in Städten leitet.

Zu den meistzitierten Fachleuten im Bereich Umwelt- und Klimaforschung zählen neben Prof. Ottmar Edenhofer, Professor der Technischen Universität Berlin und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), auch Prof. Patrick Hostert vom Earth Observation Lab der Humboldt-Universität in Berlin-Adlershof und der Biodiversität-Forscher Prof. Matthias Rillig von der Freien Universität Berlin. An die Weltspitze schaffen es ebenfalls mehrere Mitglieder des Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz „Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data“, darunter sein Mitbegründer Prof. Klaus-Robert Müller von der Technischen Universität Berlin, Prof. Giuseppe Caire, ebenfalls von der Technischen Universität Berlin, und Prof. Frank Noé von der Freien Universität Berlin.

Mit Prof. Dmitry Ivanov von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin wird zudem ein herausragender Forscher von einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Bestenliste der internationalen Wissenschaftsszene geführt. Der Professor für Supply Chain und Operations Management hat unter anderem vielbeachtete Publikationen zu Industrie 4.0 sowie zu Auswirkungen von Pandemien auf globale Lieferketten veröffentlicht.

Insgesamt spiegelt die Rangliste die starke regionale Vernetzung der Berliner Wissenschaftslandschaft wider – etliche der ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben eine Professur an einer der Berliner Universitäten inne und forschen zugleich an einem außeruniversitären Forschungsinstitut.

Eine hohe internationale Forschungsreputation bescheinigen Berlin regelmäßig auch die vielbeachteten Analysen der Times Higher Education Rankings und der QS World University Rankings. Demnach zählen die Berliner Freie Universität, Humboldt-Universität, Technische Universität und die Charité–Universitätsmedizin zur Spitzengruppe in Deutschland und platzieren sich in vielen Bereichen unter den besten 100 der Welt.