Gesundheit für alle Geschlechter – gendersensible Versorgung gezielt stärken
Bei vielen Erkrankungen zeigen Frauen und Männer unterschiedliche Symptome und reagieren anders auf medikamentöse Therapien. Ebenso unterscheiden sich oftmals die Risikofaktoren für die Entstehung einer Erkrankung und deren Verlauf. Dabei sind nicht nur biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern ursächlich für diese Auswirkungen, auch unterschiedliche Arbeits- und Lebensbedingungen sowie unterschiedliches Gesundheits- und Krankheitsverhalten beeinflussen das individuelle Risiko. Beispielsweise werden Vorsorgeuntersuchungen sowie präventive Angebote, je nach Geschlecht, unterschiedlich angeboten und angenommen.
Mit der Ausschreibung des vdek-Zukunftspreises 2026 wollen die Ersatzkassen die Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung verbessern. Gesucht werden Leuchtturmprojekte und Ideen, die die unterschiedlichen Herausforderungen und Interessen der Geschlechter in der Prävention, Diagnostik und Therapie berücksichtigen. Welche genderspezifischen Versorgungskonzepte gibt es? Wie können Frauen und Männer motiviert werden, die eigenen Gesundheitsdefizite zu erkennen und ihnen präventiv vorzubeugen. Welchen Beitrag können dabei digitale Angebote leisten?
Die Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger sowie über die Verteilung des Preisgeldes von insgesamt 25.000 Euro trifft eine unabhängige Jury:
- Uwe Klemens (Juryvorsitz), ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), Mitglied der Sozialen Selbstverwaltung beim vdek
- Prof. Dr. Attila Altiner, Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg
- Anke Fritz, Klinikdirektorin Celenus Klinik Carolabad, stellv. Vorsitzende des Verwaltungsrats bei der KKH
- Dr. Anne Sophie Geier, Geschäftsführerin des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung e. V.
- Stefan Schwartze, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
- Dr. Christiane Wessel, stellv. Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin
- Christian Zahn, Ehrenpräsident der Association Internationale de la Mutualité (AIM)
Bitte beachten Sie folgende Teilnahmebedingungen:
Bewerben können sich Akteure aller Versorgungsbereiche des Gesundheitswesens sowie
Institutionen, Vereine, Ehrenamtliche oder Start-up-Unternehmen, die Patientinnen und Patienten behandeln, unterstützen oder die Gesundheitsversorgung aktiv weiterentwickeln.
Für Ihre Bewerbung zum vdek-Zukunftspreis 2026 benötigen wir zwei Dokumente:
- Meldebogen: Füllen Sie bitte den Meldebogen vollständig aus und stellen Sie die Eckpunkte Ihres Konzeptes kurz schriftlich vor. Sie können im Meldebogen auch auf die einschlägigen Textstellen im schriftlichen Konzept verweisen.
- Schriftliches Konzept: Bitte erläutern Sie die Inhalte, Ziele, Ergebnisse und Perspektiven Ihres Projekts bzw. Ihrer Projektidee in Bezug auf die im Meldebogen genannten Bewertungskriterien. Umfang: max. 10 Seiten (Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) Einsendeschluss:
Zur Bewerbung sind die o.g. Unterlagen bis einschließlich 16.04.2026 an folgende E-Mailadresse zu senden: zukunftspreis@vdek.com
Kontakt:
Bei Fragen wenden Sie sich gern an Frau Liebrenz (030 / 269 31-17 66). Den Meldebogen und weitere Informationen über den vdek-Zukunftspreis sowie zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Der vdek-Zukunftspreis ist seit 2010 eine Initiative der Sozialen Selbstverwaltung bei den Ersatzkassen. Mit ihm möchten die zuletzt bei den Sozialwahlen 2023 gewählten ehrenamtlichen Versicherten- und Arbeitgebervertreter:innen bei den Ersatzkassen Projekte und Ideen unterstützen, die zur Verbesserung der Versorgung beitragen, insbesondere vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft. Der Peis soll zudem das ehrenamtliche Engagement fördern sowie unkonventionelle Versorgungsprojekte mit Modellcharakter bekannter machen.