WHO Hub in Berlin, Robert Koch-Institut und Charité verlängern ihre Kooperation zur Stärkung der globalen Gesund­heits­sicherheit

Der WHO Hub für Pandemie- und Epidemieaufklärung in Berlin, Teil des WHO-Programms für Gesundheitsnotlagen, das Robert Koch-Institut (RKI), Deutschlands zentraler Einrichtung auf dem Gebiet der Krankheits­überwachung und –prävention, und die Charité – Universitäts­medizin Berlin, eine der größten Universitätskliniken Europas, haben ihre bilateralen Absichtserklärungen (Memorandums of Understanding) bis 2031 verlängert. Die Partner knüpfen damit an fünf Jahre erfolgreiche gemeinsame Arbeit an.

 

Die Verlängerung wurde bei der Eröffnung des World Health Summit von WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, RKI-Präsident Prof. Dr. Lars Schaade und dem Vorstands­vorsitzenden der Charité, Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, verkündet.

 

Seit 2021 arbeiten die drei Partner mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit daran, Länder bei der frühzeitigen Erkennung und Bekämpfung neuer Gesundheits­bedrohungen zu stärken. In einer Welt, in der sich Krankheits­ausbrüche innerhalb weniger Tage über Grenzen hinweg ausbreiten können, ist eine frühzeitige Erkennung entscheidend, um Menschenleben, Volkswirtschaften und Gesundheits­systeme in Deutschland und weltweit zu schützen.

Die Zusammenarbeit hilft Ländern, Ausbrüche früher zu erkennen und gut ausgebildete Fachkräfte aufzubauen. Sie unterstützt sie auch dabei, neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Genom­sequenzierung und Datenanalysen sinnvoll einzusetzen. So können sich Länder besser auf Gesundheits­bedrohungen vorbereiten und schneller darauf reagieren.

Die Partnerschaften vereinen die globale Reichweite und normative Rolle der WHO, die technische Expertise und internationalen Partnerschaften des RKI sowie die Stärken der Charité in klinischer Forschung, Public Health und interdisziplinärer Wissenschaft. Mit dem WHO Hub in Berlin hat Deutschland seine Rolle als internationales Zentrum für Pandemie- und Epidemieaufklärung weiter gestärkt und deutsche Institutionen mit Fachleuten und Entscheidungs­trägern aus aller Welt vernetzt. Davon profitieren Deutschland und andere Länder weltweit.

Gemeinsam haben das RKI und der WHO Hub dazu beigetragen, nationale Gesundheitssysteme zu stärken und Länder dabei zu unterstützen, Gesundheits­bedrohungen schneller zu erkennen und wirksamer darauf zu reagieren. Aufbauend auf nationalen Erfahrungen und gestützt auf inter­nationale Forschung, haben die Partner innovative Instrumente, Leitlinien und Netzwerke in den Bereichen Public Health Intelligence, Genomsequenzierung, Biosicherheit sowie für die Nutzung von Daten für politische Entscheidungsfindung entwickelt.

Das WHO-Charité Forschungsprogramm im Bereich Public Health Intelligence bringt erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Charité sowie den WHO Hub zusammen, um konkrete Heraus­forderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu bearbeiten. Durch die Verbindung interdisziplinärer akademischer Forschung mit der Praxis der öffentlichen Gesundheit hat das Programm dazu beigetragen, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete und anwendbare Ansätze für die Pandemie- und Epidemievorsorge zu überführen.

Die in Berlin verankerten und weltweit vernetzten Partnerschaften zeigen, wie internationale Organisationen, Gesundheits­behörden und Forschungs­einrichtungen gemeinsam Länder dabei unterstützen können, Gesundheits­bedrohungen früher zu erkennen und besser darauf zu reagieren.