Humboldt-Forschungspreis für Karen Christman

Karen Christman, Visiting Fellow der Stiftung Charité am Max Delbrück Center, gehört zu den ersten Wissenschaftler*innen, die im 1000-Köpfe-plus-Programm des BMFTR den Humboldt-Forschungspreis erhalten. Mit der Auszeichnung kann sie ihre Arbeiten im Bioengineering in Deutschland ausweiten.

 

Professorin Karen L. Christman, eine renommierte Bioingenieurin der University of California San Diego (UCSD), ist mit dem renommierten Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt weltweit führende Forschende für ihre Lebensleistung und ihr Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit mit der deutschen Wissenschaftsgemeinschaft.

Die Auszeichnung ist Teil des 1000-Köpfe-plus-Programms des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), das herausragende internationale wissenschaftliche Talente nach Deutschland holen soll. Die Preisträger*innen erhalten 80.000 Euro und die Möglichkeit, in Kooperation mit Gastinstitutionen ein Forschungsprojekt in Deutschland durchzuführen, um so den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit langfristig zu fördern.

Da Christman bereits im Rahmen ihres Stipendiums als Visiting Fellow der Stiftung Charité mit dem Max Delbrück Center kooperiert, wird der Humboldt-Forschungspreis es ihr ermöglichen, ihre Zusammenarbeit mit deutschen Forschenden zu intensivieren und mehr Zeit in Deutschland zu verbringen. „Ich freue mich sehr über diesen Preis und darauf, meine wissenschaftlichen Ansätze aus dem Bioingenieurwesen verstärkt hier am Max Delbrück Center einzubringen, um die Therapie von Herzinfarkten zu verbessern“, sagt Christman.

Die Auszeichnung und die Forschungsarbeit von Christman wurden heute, am 18. Dezember, auf einer Pressekonferenz des BMFTR offiziell vorgestellt. Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, gab die erste Gruppe von Forschenden bekannt, die im Rahmen des 1000-Köpfe-plus-Programms (Global Minds Initiative Germany) gefördert werden – darunter auch Christman. Nach der Ansprache von Bär konnte auch sie kurz ihre Forschungsprojekte in Deutschland vorstellen.

Führend in der regenerativen Medizin und Biomaterialforschung

 

Christman ist eine weltweit anerkannte Expertin für Bioingenieurwesen, regenerative Medizin und Gewebetechnik. Sie ist Inhaberin des Pierre Galletti-Lehrstuhls für Bioingenieurwesen und stellvertretende Dekanin für Fakultätsangelegenheiten an der Jacobs School of Engineering der UCSD.

Ein Großteil ihrer Forschung befasst sich mit der Entwicklung von Biomaterialien, um Gewebe zu reparieren, das durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschädigt wurde – insbesondere durch Myokardinfarkte, die weltweit nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen und Todesfälle sind. Christmans Labor in San Diego ist bekannt für die Entwicklung neuartiger injizierbarer Polymere und Hydrogele, die die Geweberegeneration im Körper unterstützen. Solche Substanzen sollen die Heilung fördern und die Funktion des geschädigten Herzmuskels wiederherstellen. Darüber hinaus entwickelt Christman minimalinvasive Therapiestrategien – darunter Materialien, die über den Blutkreislauf an die verletzte Stelle gelangen können.
 

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