BBS-Ringvorlesung mit Prof. Dr. Volker Köllner

Rahel Hirsch-Hörsaal an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
18:00 bis 20:00
Rahel Hirsch-Hörsaal an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Luisenstraße 13,

10117 Berlin

Über die Arbeitsunfähigkeit bei depressiver Symptomatik spricht Prof. Dr. Volker Köllner, Reha-Zentrum Seehof, Teltow.

Es ist kein seltenes Phänomen in Unternehmen: Mitarbeiter, die sonst durch Elan und Engagement geglänzt haben, wirken plötzlich gestresst, müde und ausgelaugt. Motivationsverlust, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche sowie sozialer Rückzug zählen zu den äußerlich auffälligsten Veränderungen und den ersten Anzeichen einer Depression. Psychische Erkrankungen vermindern die Erwerbsfähigkeit und führen häufig zur Frühberentung. Die am häufigsten gestellte Diagnose lautet Depression. Die Arbeitsausfallzeiten und die Zahl der Erwerbsunfähigen steigen aufgrund psychischer Erkrankungen laut den Daten der Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung jährlich weiter an.

Doch hilft oder schadet ein Attest zur Arbeitsunfähigkeit bei depressiven Patienten? Diese Frage möchte Prof. Dr. Volker Köllner am Mittwoch, 13. Juni 2018, ab 18 Uhr im Rahel Hirsch-Hörsaal an der Charité – Universitätsmedizin Berlin beantworten. Köllner ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Verhaltenstherapeut, systemischer Familientherapeut sowie Traumatherapeut. Er arbeitet als Ärztlicher Direktor und Leiter der Abteilung Psychosomatik und Verhaltenstherapie im Reha-Zentrum Seehof, Teltow. Er wird erklären, ob Arbeit mit therapeutischer Unterstützung und passenden Wiedereingliederungsmaßnahmen auch ein protektiver Faktor sein kann im Umgang mit dieser Erkrankung. Ob sich der soziale Austausch mit Kollegen und die Tagesstruktur durch den Job positiv auf die Verbesserung der Symptomatik auswirken, wird der Rehabilitationswissenschaftler ebenfalls aufzeigen. Ärzte, Studierende, Wissenschaftler und Interessierte sind zu dem Vortrag willkommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der BBS setzt mit diesem Thema die Reihe „Richtig REHAgieren: Perspektiven der modernen Rehabilitation“ an der Charité – Universitätsmedizin Berlin fort. Darüber, wann Rückenschmerzen arbeitsunfähig machen, klärt Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin und Medical Park Berlin Humboldtmühle Berlin, am 11. Juli 2018 ab 18 Uhr auf. Wie Arbeitsunfähigkeit durch Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) vorgebeugt und beendet werden kann, wird Dr. Marco Streibelt, Deutsche Rentenversicherung Bund, am 25. Juli 2018 bei der BBS-Ringvorlesung vorstellen.

Zertifizierung: Die Teilnahme an der BBS-Ringvorlesung wurde als ärztliche Fortbildung bei der Landesärztekammer Berlin mit 2 Fortbildungspunkten der Kategorie A bewilligt. Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen zur Weiterleitung und Registrierung der Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Berlin.

Für Promovenden: Die Zertifizierung der BBS-Ringvorlesung im Sommersemester 2018 für die Promotionsumgebung der Charité – Universitätsmedizin Berlin wurde ebenfalls anerkannt. Für die Teilnahme an einem Vortrag (2 UE) werden 0,1 ECTS-CP vergeben.