Unsere Topthemen

Im interdisziplinären Austausch mit Experten aus Wissenschaft, Entwicklung und Versorgung arbeiten wir an den großen Herausforderungen und Lösungen für die Zukunft der Medizin und Gesundheitsversorgung. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die digitale Transformation unseres Gesundheitswesens stehen aktuell die folgenden Topthemen ganz oben auf unserer Agenda.

Innovative Versorgung in der Gesundheitsregion

Die Region Berlin-Brandenburg verfügt über eine leistungsstarke Versorgungslandschaft. Gleichzeitig unterliegt die Region jedoch einem Spannungsfeld, was die Unterschiede in der demografischen Entwicklung als auch die medizinische Versorgung betrifft. So sind neue Anforderungen im ländlichen Bereich vor allem mit der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung, der Zunahme älterer, multimorbider Menschen und der tendenziellen Unterversorgung mit Haus- und Fachärzten verbunden. Dagegen sieht sich die Metropolregion zwar mit ebenfalls steigender Morbidität, aber auch einer insgesamt zunehmenden Bevölkerung, einer Überversorgung im haus- und fachärztlichen Bereich sowie einer ungleichmäßigen Verteilung von Arztpraxen konfrontiert. 

Heterogenität wesentliches Charakteristikum der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg

Die oben beschriebene Heterogenität stellt für alle an der Erbringung der medizinischen Versorgung beteiligten Akteure sowohl eine Herausforderung als auch eine besondere Chance: Dazu gehören die nachhaltige Sicherstellung der Versorgung in metropolfernen Flächenregionen unter Berücksichtigung eines zunehmenden Fachkräftemangels ebenso wie die Bereitstellung adäquater Versorgungsangebote für die wachsende Zahl älterer und hochaltriger Menschen und die bedarfsgerechte Verteilung der Versorgungsangebote innerhalb der Metropolen. 

Neue innovative Konzepte der Gesundheitsversorgung

Vor diesem Hintergrund gewinnen neue innovative Konzepte der Gesundheitsversorgung bspw. sektorenübergreifende und integrierte Versorgungsmodelle zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es um eine Bündelung von Kräften, zum Beispiel in Medizinischen Versorgungszentren oder in hausärztlichen Modellprojekten. Eine intensivere Zusammenarbeit ambulanter und stationärer Einrichtungen sowie neue Technologien wie etwa die Telemedizin rücken immer stärker in den Vordergrund. 

Botschafter für „Innovative Versorgung“

Um die Bedeutung und Entwicklungen unserer Topthemen in der Gesundheitswirtschaft regional und international zu positionieren, arbeiten wir mit renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. 

Beim Thema „Innovative Versorgung in der Gesundheitsregion“ sind das:
Dr. Andrea Grebe, Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Vorsitzende der Geschäftsführung
Dr. Jens Schick, Sana Kliniken AG, Vorstandsmitglied
Frank Michalak, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Vorstand

Transfer-Translations-Plattform in der Hauptstadtregion stärken

Um innovative Produkte und Verfahren in die Anwendung zu bringen, bedarf es auch innovativer Strukturen und Programme, die den Technologietransfer entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen und beschleunigen. Ob translationaler und interdisziplinärer Wissenstransfer zwischen Forschern, ob enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft oder der Austausch zwischen Ideengebern auf der einen Seite und Geldgebern auf der anderen – „Transferplattformen“ gibt es in der Hauptstadtregion auf unterschiedlichsten Ebenen. Neben dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH), als deutschlandweit einzigartige Wissenschaftseinrichtung für Translation und Systemmedizin, gehören hierzu unter anderen:

  • das Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien BCRT
  • das Experimental and Clinical Research Center ECRC
  • das Berliner Exzellenzcluster NeuroCure 
  • der Gesundheitscampus Brandenburg
  • sowie die Technologietransferstellen in Berlin und Brandenburg 

Interdisziplinär und eng vernetzt

Für die Entwicklung von innovativen Produkten ist die Nutzung von wissenschaftlichen Datenbanken, Bioproben, und Großgeräten sowie der Zugang zu Expertisen, Patenten und Absolventen aus der Wissenschaft von entscheidender Bedeutung. Hierauf sind die Berliner und Brandenburger Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie ihre Technologietransferstellen hervorragend eingestellt.

Darüber hinaus bieten die zahlreichen Technologieparks in Berlin und Brandenburg hervorragende Möglichkeiten und infrastrukturelle Voraussetzungen für die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Botschafter für „Transfer und Translation“

Um die Bedeutung und Entwicklungen unserer Topthemen in der Gesundheitswirtschaft regional und international zu positionieren, arbeiten wir mit renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. 

Beim Thema „Transfer und Translation“ sind das:
Prof. Dr. Andreas Lendlein, Leiter des Instituts für Biomaterialforschung Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material und Küstenforschung GmbH 
Prof. Dr. Erwin Böttinger, Gründungsdirektor des HPI Digital Health Centers und Professor und Chair für Digital Health and Personalized Medicine an der Digital-Engineering-Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) / Universität Potsdam 

Big Data für klinische Studien und Versorgungsforschung

Tagtäglich werden große Mengen an Gesundheitsdaten erhoben: Identifikationsdaten von Patienten, Versichertendaten, klinische Daten, Abrechnungsdaten, meldepflichtige Daten, krankheitsspezifische Daten und personenbezogene Daten werden für alle Akteure in der Gesundheitswirtschaft immer wichtiger. Ob Fitness-Wearables oder Gesundheits-Apps – immer mehr Menschen tracken ihre Vital- und Gesundheitsdaten. Mit der sogenannten „Quantified-Self-Bewegung“ und dem Trend zur „Selbstvermessung“ ist die Digitalisierung der Gesundheit auch im Alltag der Menschen angekommen.
Dennoch steht eine Vielzahl der erhobenen Daten für die Entwicklung neuer Therapien, die Versorgungsforschung und für verbesserte Abläufe nur in begrenztem Maße zur Verfügung. Je mehr Routinedaten aus der Versorgung und dem Self-Tracking zur Verfügung stehen würden, umso besser und individueller könnte die Behandlung der Patienten erfolgen. Auch zukünftige Diagnose- und Therapieformen könnten besser entwickelt werden, wenn verschiedene Daten miteinander verknüpft und systematisch ausgewertet werden. 

Interdisziplinäre Vernetzung

Im Cluster HealthCapital ist „Big Data“ ein Topthema. Denn wir sind überzeugt, dass Big Data – die Erfassung, Speicherung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen – in der Medizin und auch in der Gesundheitswirtschaft zunehmend eine dominierende Rolle spielen wird. 
Wesentliche Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Versorgung und Kostenträgern arbeiten in der Hauptstadtregion zusammen, damit zukünftig eine Verknüpfung von klinischen Daten, Versorgungsdaten und Forschungsdaten möglich sein wird. Damit würde ein wichtiger Beitrag zu einer besseren Versorgung jedes einzelnen Bürgers geleistet werden, der auch den Beschäftigten und damit den Unternehmen zu Gute kommt.

Zu den renommierten Einrichtungen, die das Thema Big Data in der Hauptstadtregion maßgeblich vorantreiben, gehören:

  • Berliner Institut für Gesundheitsforschung | Berlin Institute of Health (BIH)
  • Einstein Center Digital Future
  • Fraunhofer Leistungszentrum »Digitale Vernetzung«
  • Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam

Botschafter für „Big Data“

Um die Bedeutung und Entwicklungen unserer Topthemen in der Gesundheitswirtschaft regional und international zu positionieren, arbeiten wir mit renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. 

Beim Thema „Big Data für klinische Studien und Versorgungsforschung“ sind das:
Peter Albiez, Pfizer Deutschland GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung
Prof. Dr. Christoph Meinel, Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam, Institutsdirektor und Geschäftsführer 

Gesundheit 4.0: Chancen nutzen in und für Berlin-Brandenburg

Mit dem Topthema „Gesundheit 4.0“ möchten wir in unserer Clusterarbeit die Digitalisierung im Gesundheitswesen intensiv vorantreiben. Darunter fällt die nahtlose Vernetzung aller Akteure über die Sektorengrenzen hinweg sowie die damit einhergehende Entwicklung neuer Versorgungsformen, die den Patienten und Bürger überall erreichen, ihn als gleichberechtigten Partner einbeziehen und in den Mittelpunkt stellen. 

Treiber sind dabei vor allem neue Akteure aus dem Startup-Umfeld, die mit ihren innovativen Ideen und ihrer digitalen Expertise den Markt beleben. Neue Technologietrends wie beispielsweise Machine Learning, künstliche Intelligenz, Big Data, Virtual Reality werden aufgegriffen und daraus innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt. 

Das Cluster hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese fortschrittlichen Ansätze mit den bestehenden Akteuren der Gesundheitsversorgung (Leistungserbringer ambulant/stationär, Kostenträgern) zu vernetzen. Dadurch können Effizienzgewinne erzielt und eine zukunftsträchtige Gesundheitsversorgung in der Region etabliert werden – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und den damit einhergehenden steigenden Kosten im Gesundheitswesen. 

Die Hauptstadtregion mit der Großstadt Berlin und dem Flächenland Brandenburg einerseits und dem technologischen Know-how andererseits ist prädestiniert, innovative digitale Lösungen zu entwickeln, in der Region zu erproben, national wie international zu vermarkten und somit die Gesundheitswirtschaft zu stärken und zukunftssicher aufzustellen.

Botschafter für „Gesundheit 4.0“

Um die Bedeutung und Entwicklungen unserer Topthemen in der Gesundheitswirtschaft regional und international zu positionieren, arbeiten wir mit renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. 

Beim Thema „Gesundheit 4.0“ sind das:
Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer
Dominik Bertram, SAP Innovations Centrum Potsdam
Inga Bergen, magnosco, Geschäftsführerin