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Gesundheitsministerin Golze: Neue Modellvorhaben für bessere Versorgung im ländlichen Raum | 176/2017

22.11.2017

Mit der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Versorgung Demenzkranker im ländlichen Raum befassten sich heute Expertinnen und Experten des Landes, der Kommunen, der Selbstverwaltung sowie von Selbsthilfeorganisationen in Potsdam. Auf der vierten Sitzung des gemeinsamen Landesgremiums zur sektorenübergreifenden Versorgungsplanung für das Land Brandenburg sagte Gesundheitsministerin Diana Golze: „Die Träger haben viele gute neue Projekte für eine qualitativ hochwertige Versorgung im ländlichen Raum entwickelt. Ich freue mich über das hohe Engagement der Leistungsanbieter, die sich mit ihren Partnern im ambulanten und stationären Sektor für die Zukunft der Versorgung einsetzen.“

Das Planungsgremium erarbeitet Strategien zum Aufbau sektorenübergreifender Versorgungsketten und entwickelt Zukunftsmodelle, besonders für den ländlichen Raum. Durch die Überwindung der Grenzen zwischen den Sektoren im Gesundheitswesen, etwa durch eine engere Zusammenarbeit von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten, soll die Versorgung besonders in dünnbesiedelten Gegenden verbessert und zukunftsfest gemacht werden.

Das Gremium beriet über die bereits angelaufenen Innovationsfonds-Projekte, insbesondere zur Notfall- und Akutversorgung. Zudem wurden neue sektorenübergreifende Modellvorhaben zur Kinder- und Jugendmedizin sowie zur Thematik Demenz vorgestellt. Entsprechende Anträge an den bundesweiten Innovationsfonds sollen im März 2018 eingereicht werden. Das gemeinsame Landesgremium hat beschlossen, diese Bewerbungen zu unterstützen.

Das Gremium nahm zudem einen Sachstand zur Nutzung des Krankenhausstrukturfonds im Land Brandenburg zur Kenntnis. Von den eingereichten drei Anträgen liegt für ein Krankenhaus bereits ein positiver Bewilligungsbescheid vom Bund vor. Zudem gab es einen Bericht zu der letzten Zukunftswerkstatt Berlin-Brandenburg zum Thema psychische Erkrankungen. Diana Golze: „Die gemeinsamen Zukunftswerkstätten der beiden Länder sind ein gutes Instrument, um neue Ideen zu entwickeln. Ich erhoffe mir unter anderem wichtige Impulse für die psychiatrische Versorgung für das Land Brandenburg.“ Das gemeinsame Landesgremium in Brandenburg hat seinen Arbeitsausschuss beauftragt, im kommenden Jahr weitere Regionen für sektorenübergreifende Vorhaben zu identifizieren und sich mit der psychiatrischen Versorgung zu befassen.

Bundesweit können die Länder nach Paragraf 90 a des Sozialgesetzbuches V Gremien bilden, um sektorenübergreifende Versorgungsfragen zu beraten und entsprechende Empfehlungen zu geben. Ständige Mitglieder des gemeinsamen Landesgremiums in Brandenburg sind das Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, die Landesverbände der Krankenkassen sowie die Ersatzkassen, die Landeskrankenhausgesellschaft und die kommunalen Spitzenverbände. Darüber hinaus haben die in Brandenburg für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen maßgeblichen Organisationen, die Landesärztekammer Brandenburg, die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer und die auf Landesebene für die Wahrnehmung der Interessen der Pflegeberufe maßgebliche Dachorganisation ein Mitberatungsrecht. 

 

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Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie