EFRELand Brandenburgbe Berlin

Fast 15 Millionen Euro für die Bewegungsrehabilitation

11.08.2014

„Innovationscluster BeMobil – Bewegung und Mobilität wiedererlangen“ wird für drei Jahre gefördert / TU Berlin ist Koordinatorin des Netzwerkes

Lebenslang in Bewegung bleiben – der Ausgleich von Beeinträchtigungen der eigenständigen Bewegungsfähigkeit erfährt durch den demografischen Wandel eine zunehmende Bedeutung. Intelligente Technologien zur Bewegungsrehabilitation sind für Betroffene der Schlüssel zum Wiedererlangen der selbstständigen Alltagsmobilität.

Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat die TU Berlin gemeinsam mit 17 weiteren Forschungs-, Klinik- und Firmenpartnern erfolgreich eine Netzwerkförderung eingeworben. Am 1. August 2014 startete die Arbeit des „Innovationsclusters BeMobil – Bewegung und Mobilität wiedererlangen“ in Berlin-Brandenburg. Das BMBF fördert das Projekt mit 14,5 Millionen Euro.

Im Zentrum des Vorhabens steht die Unterstützung beim Wiedererlangen der eigenständigen Bewegungsfähigkeit und Alltagsmobilität motorisch eingeschränkter Menschen. Adaptive technische Systeme und neue therapeutische Behandlungsansätze werden gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet, um die Bewegungsfähigkeit zu Hause und im Beruf wieder zu ermöglichen. Adaptive mobile Hilfsmittel sowie Therapieübungssysteme basieren auf der direkten physischen Interaktion zwischen Mensch und Technik. Nutzerperspektiven und Alltagstauglichkeit werden im Vorhaben daher in besonderem Maße interdisziplinär berücksichtigt.

Das Cluster verfolgt das Ziel, die Rehabilitationseinrichtungen zu einem patientenzentrierten und technologieunterstützten Lernort weiterzuentwickeln. Die Basis bilden neuartige Hilfsmittel und Therapieübungssysteme wie intelligente Prothesen, Orthesen, Reha?Roboter und Virtual Reality?Systeme für Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen, Verletzungen oder Amputationen. Ziel ist die Reintegration der Betroffenen in die Gesellschaft und das Berufsleben.

Beteiligte Einrichtungen: TU Berlin (Fachgebiete Industrielle Automatisierungstechnik, Kognitionspsychologie & Kognitive Ergonomie, Medizintechnik, Regelungssysteme), Fraunhofer IPK, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam, Unfallkrankenhaus Berlin, Brandenburgklinik Berlin-Brandenburg, Sanitätshaus SanAktiv GmbH, Rehabtech Research Lab GmbH, Otto Bock HealthCare GmbH, Reha-Stim Medtec GmbH & Co. KG, MEYTEC GmbH, Hasomed GmbH, Berner & Mattner GmbH, T&T medilogic GmbH, Code Mercenaries, Nova Motum

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Quelle: TU Berlin