Praxis Versorgungsforschung

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In der Versorgungspraxis zeigt sich zunehmend, dass es nicht für jeden Patienten zwingend der beste Behandlungsansatz ist, alle verfügbaren Optionen zu Therapie und Diagnostik zu nutzen. Beispiele sind der übermäßige Antibiotikaeinsatz, der zu Resistenzen führen kann; oder der medizinische Umgang bei Multimorbidität, um gegensätzliche Wirkungen möglichst zu vermeiden. Insbesondere am Lebensende sollte sensibel abgewägt werden, welche Therapien Beschwerden tatsächlich lindern und welche den Gesundheitszustand nur unwesentlich verbessern, aber zusätzliches Leid verursachen. 

Zu bestimmen, welche Versorgung am ehesten dem Patientenwohl entspricht, ist eine sehr komplexe Aufgabe. Sie wird dadurch erschwert, dass es für Patienten oder deren Angehörige oft nur schwer zu akzeptieren ist, wenn der Verzicht auf eine medizinische Leistung als bessere Behandlungsoption empfohlen wird.

Umso wichtiger ist es, dass die Versorgungsforschung fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Praxis bereitstellt, aber auch aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen aus der Praxis zurückgespiegelt werden.

Wir möchten daher mit der Veranstaltung PRAXIS VERSORGUNGSFORSCHUNG:
Viel hilft nicht immer viel – Auf dem Weg zur richtigen Versorgung einen Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft anstoßen, um aktuelle Fragestellungen und Erkenntnisse gemeinsam zu diskutieren.

WINEG
Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen

Die Techniker Krankenkasse optimiert die Versorgung ihrer Versicherten mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse. Hierbei wird sie durch ihr Wissenschaftliches Institut für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) unterstützt. Unter anderem werden die sogenannten Routinedaten der Kasse mit dem Ziel analysiert, Verbesserungspotenziale in der Gesundheitsversorgung zu identifizieren. Die gewonnenen Impulse unterstützen die TK dabei, innovative Versorgungsangebote für ihre Kunden zu entwickeln.

InGef
Institut für angewandte Gesundheitsforschung

Das Institut für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) unterstützt als Tochterunternehmen von spectrumK, dem Full-Service-Dienstleister für öffentliche Auftraggeber im Gesundheitswesen, mit praxisnaher Forschung die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung. Es untersucht die medizinische Versorgung mit dem Anspruch, Herausforderungen des Gesundheitssystems zu erforschen, Zusammenhänge zeitnah zu erkennen und Impulse für die zukünftige Versorgung in Deutschland zu geben. Mit der Software EVA ermöglicht das InGef den Krankenkassen, die Versorgung ihrer Versicherten selbst zu analysieren.