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Wirtschaft

Die Medizintechnik gehört für die Region Berlin-Brandenburg zu den Technologiefeldern der Zukunft. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind mit Geschäftsfeldern in der Medizintechnik tätig. In Berlin und Brandenburg waren im Jahr 2011 insgesamt 280 Medizintechnikunternehmen mit eigenen Produkten bzw. produkti­onsnahen Dienstleistungen tätig.

Ihre Bedeutung für die Bereitstellung qualifizierter Arbeitsplätze beweist die Branche sehr eindrucksvoll. In den Berliner Unternehmen wuchs die Beschäftig­tenzahl 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % und 2011 sogar noch einmal um rund 11 %. Damit arbeiten mehr als 10.600 Menschen in der Berliner Medizintechnikbranche. Die Zahl der Beschäftigten stieg somit seit 2005 um mehr als 50 %. In Brandenburger Medizintechnikunternehmen sind fast 1.000 Personen beschäftigt – der Zuwachs betrug im Jahr 2010 rund 2 % und im Jahr 2011 etwa 5 %. Gegenüber 2005 bedeutet das einen Zuwachs der Beschäftigten um fast 35 %. Damit gehört die Branche zweifellos zu den Jobmotoren qualifizierter Arbeitsplätze der Hauptstadtregion.

Wurden im Jahre 2005 in Berlin Produkte und produktionsnahe Dienstleistungen in Höhe von rund 1.000 Mio. EUR umgesetzt, so waren es 2011 bereits etwas über 1.500 Mio. EUR. Die Brandenburger Medizintechnikunternehmen konnten ihre Umsätze in den vergange­nen zwei Jahren steigern: um 5 % in 2010 und 4 % in 2011. Damit stieg der Umsatz der Brandenburger Unternehmen seit 2005 um rund 50 % von 85 Mio. EUR im Jahr 2005 auf 129 Mio. EUR im Jahr 2011. In beiden Bundesländern gehört die Medizintechnikbranche damit zu den krisenfestesten Branchen und zeigt sich auch weiterhin höchst solide.

Rund die Hälfte der Unternehmen in der Region ist bereits länger als 10 Jahre am Markt und verdeutlicht dadurch deren Leistungsstärke und Innovationskraft. Zehn und mehr Jahre erfolgreich in der Medizintechnik tätig zu sein und sich dabei in diesem globalisierten Markt behaupten zu können gelingt nur durch kontinuierliche marktnahe Innovationen.

Die Branche ist sehr von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Knapp die Hälfte der hier ansässigen Unternehmen beschäftigen weniger als 20 Mitarbeiter. Mehr als 100 Mitarbeiter haben 7 % der Berliner Unternehmen und 5 % der Brandenburger Unternehmen.

Handwerksbetriebe sind im Gesundheitsgewerbe zulassungspflichtig. Mit Stand vom 31.12.2011 wurden in Berlin-Brandenburg 1509 Handwerksbetriebe im Gesundheitsge­werbe geführt. In Berlin waren es 858 derartige Handwerksbetriebe, darunter 369 von Zahntechnikern, 339 von Augenoptikern, 54 von Orthopädietechnikern, 44 von Orthopä­dieschuhmachern, 48 von Hörgeräteakustikern und 4 von Chirurgiemechanikern.

In Brandenburg wurden 651 Handwerksbetriebe im Gesundheitsgewerbe geführt (Stand vom 31.12.2011), davon 211 von Zahntechnikern, 269 von Augenoptikern, 38 von Orthopädietechnikern, 54 von Orthopädieschuhmachern, 76 von Hörgeräteakustikern und 3 von Chirurgiemechanikern.

Nach den Statistiken des international wichtigsten Experten-Rankings International Congress and Convention Association (ICCA) in Amsterdam rangiert Berlin beim internationalen Tagungsgeschehen im ICC stets unter den ersten 5 Tagungsorten der Welt und behauptet mit Abstand Platz 1 in Deutschland. Nach Angaben der Berlin Tourismus-Marketing-Gesellschaft (BTM) sind 70 % der Großkongresse im ICC aus dem Medizinbereich, was die Bedeutung als Medizinstandort unterstreiche.

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