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Ernährung

Die Ernährung nimmt im Bereich der präventiven Maßnahmen eine besondere Stellung ein, denn sowohl Über- als auch Mangelernährung entwickeln sich in Industrieländern zu einem bedeutenden Gesundheitsrisiko. Das Bundesministerium für Gesundheit geht davon aus, dass ein Drittel aller Kosten im Gesundheitswesen durch Krankheiten verursacht werden, deren Entstehung und Entwicklung direkt oder indirekt durch Ernährungsfaktoren mit beeinflusst werden.

Das Thema Ernährung spielt für alle Generationen eine wichtige Rolle: So bestehen entsprechend der jeweiligen Lebenssituation unterschiedliche Anforderung an die Ernährung, beispielsweise beruflich bedingt wie bei Schichtarbeit oder aber altersbedingt, denn die Gefahr von Unterernährung steigt ab dem 65. Lebensjahr signifikant an. Im Fokus von ernährungsbezogenen Präventionsmaßnahmen stehen insbesondere Kinder und Jugendliche, um bei ihnen die Weichen für ein zukünftiges gesundheitsbewusstes Verhalten zu stellen. Grundsätzlich gehört – neben der Vermittlung von Wissen zu gesunder Ernährung – zu den präventiven Maßnahmen auch die schwierige Aufgabe, die Lücke zwischen Wissen und tatsächlichem Handeln zu schließen; also das Bewusstsein zu fördern, dass eine gesundheitsbewusste Ernährung nicht automatisch Verzicht auf Genuss bedeutet.

Vor diesem Hintergrund zeichnet sich die Region Berlin-Brandenburg durch eine Vielzahl an Akteuren aus, die unterschiedlichste Initiativen und Programme zur ernährungsbezogenen Verhaltensprävention entwickelt haben. Einrichtungen wie das renommierte Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke und das Innovationszentrum Technologien für Gesundheit und Ernährung der TU Berlin arbeiten hier an der Aufklärung ernährungsbedingter Erkrankungen. So entstehen neue Strategien zur Prävention, Behandlung von Erkrankungen sowie Ernährungsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen.