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Gesundheitsförderung & Prävention

Während die Gesundheitsförderung danach fragt, was Menschen gesund hält, stehen bei der Prävention eher die Vermeidung von Krankheiten (Primärprävention), die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Krankheiten (Sekundärprävention) sowie die Vermeidung einer Verschlechterung des Zustandes oder von Folgeschäden bei einer bereits bestehenden Erkrankung (Tertiärprävention) im Vordergrund.

Durch die hohe Konzentration von Gesundheitsinstitutionen bieten Berlin und Brandenburg ein breites Spektrum an gesundheitsfördernden Maßnahmen für alle Altersgruppen und Bedürfnisse. Das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Akteure in der Region ist dabei kennzeichnend: Kostenträger wie die Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung und die Gesetzliche Unfallversicherung leisten gemeinsam mit Sportvereinen, Volkshochschulen, Ärzten, Betrieben, IHKn, Schulen und Kindergärten sowie vielen weiteren Akteuren einen wesentlichen Beitrag zur zielgruppenspezifischen Gesundheitsförderung und Prävention. Zukünftig wird auch die Zusammenarbeit mit IT-Unternehmen zu webbasierten oder telemedizinisch gestützten Präventionsangeboten wichtiger werden.

Die Länder Berlin und Brandenburg haben im Rahmen des nationalen Gesundheitszieleprozesses eigene Schwerpunkte definiert: In Brandenburg werden diese durch die Bündnisse „Gesund aufwachsen“ und „Gesund älter werden im Land Brandenburg“ umgesetzt. In Berlin wurde für die Handlungsfelder „Kindergesundheit“ und „Gesundheit im Alter“ die Landesgesundheitskonferenz als beschlussfassendes Gremium eingerichtet.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht werden die Themen Gesundheitsförderung und Prävention in der Region prominent vertreten: An der Charité Ambulanz für Präventive und Integrative Medizin (CHAMP) erarbeiten Wissenschaftler gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten Präventionsprogramme und evaluieren diese. Die Hochschulambulanz der Universität Potsdam und das Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin (CSSB), ein interdisziplinäres Zentrum der Humboldt-Universität und der Charité, beschäftigen sich mit dem Thema Sport und Bewegung, am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) steht die Ernährung im Fokus. 

Publikation und Linktipp: Prävention und Gesundheitsförderung in Berlin und Brandenburg

Das Netzwerk Gesundheitswirtschaft Berlin Brandenburg und das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam die Website Praeventionsatlas.de eingerichtet, damit Sie sich über regionale Gesundheitsangebote und einen die Gesundheit stärkenden Lebensstil informieren können.

Ergänzend zur Website Praeventionsatlas.de gibt es die kostenfrei erhältliche Publikation "Prävention und Gesundheitsförderung in Berlin und Brandenburg".