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Pflege

Bereits jetzt betreuen Pflegekräfte in Berlin und Brandenburg mehr als 58.500 Menschen in stationären Pflegeheimen und etwa 52.000 Pflegebedürftige in ambulanten Pflegediensten. Insgesamt wird etwa ein Drittel der Pflege in den Pflegeheimen geleistet und ungefähr zwei Drittel erfolgen durch Angehörige und/oder ambulante Pflegedienste.

Durch die Alterung der Bevölkerung ist zukünftig mit einem drastisch wachsenden Pflegebedarf zu rechnen. Zudem wirkt sich der demografische Wandel negativ auf das Fachkräftepotential aus und es wird weniger pflegende Angehörige geben. Daher ist es wichtig, die Attraktivität des Pflegeberufs zu stärken und das vorhandene Personal mit einem zielgerichteten Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu schützen. Auch die pflegenden Angehörigen benötigen Unterstützung, da sie eine auffallend hohe Quote an psychischen Erkrankungen wie Burn-Out aufweisen.

Um Pflegende zu entlasten, aber auch dem Wunsch vieler pflegebedürftiger Menschen nach einem möglichst selbstbestimmtem Leben zu entsprechen, entwickeln wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen in der Region Berlin-Brandenburg Angebote und Produkte. Dazu gehören alternative Wohnformen wie (betreute) WGs, barrierearmes Wohnen mit Service- und Betreuungsangeboten oder technische Hilfsmittel aus dem Bereich des Ambient Assisted Living. So kombiniert beispielsweise das Projekt SOPHIA Berlin und Brandenburg einen klassischen Hausnotruf mit sozialen Betreuungs- und Beratungsleistungen.

 

Weitere Informationen:

Pflegeportal des Landes Berlin

Pflege im Land Brandenburg

Pflege 4.0: Wie digitale Anwendungen bei der Versorgung älterer Menschen helfen können