Medizintourismus

Das Reiseziel für Patienten, die sich einer medizinischen Behandlung außerhalb ihres Heimatlandes unterziehen, heißt immer häufiger Berlin. Denn: Die deutsche Hauptstadtregion bietet als Spitzenstandort für Medizin und Forschung mit über 130 Kliniken, 70 Reha-Einrichtungen und rund 140.000 Hotelbetten eine hervorragende Infrastruktur. Renommierte Kliniken wie das Deutsche Herzzentrum, die Charité – Universitätsmedizin Berlin und der kommunale Krankenhauskonzern Vivantes haben sich darüber hinaus mit zusätzlichen Angeboten wie mehrsprachigen Ansprechpartnern, interkulturell ausgebildetem Personal und speziellen Komfortbereichen auf die Bedürfnisse internationaler Patienten eingestellt und das mit Erfolg. 

Starker Wirtschaftszweig

So lassen sich jährlich bis zu 21.000 internationale Patienten in Berlin behandeln, oft begleitet von Angehörigen. Sie generieren dabei einen Umsatz von ca. 100-150 Mio Euro pro Jahr.  Dabei betragen die Erlöse medizinischer Einrichtungen ca. 80-102 Mio Euro, die Umsätze der Hotellerie 4-11 Mio Euro und die des Handels 10-15 Mio Euro (siehe Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg). 

Verankerung im Masterplan

Für die Kliniken sind internationale Patienten nicht nur aufgrund der zusätzlichen Einnahmen interessant, sie lasten auch freie Kapazitäten aus. Zudem wählen Medizintouristen in der Regel hochwertigere Unterkünfte, nehmen mehr Zusatzleistungen in Anspruch und bleiben länger vor Ort, als das bspw. bei Städtereisenden der Fall ist. Durch Vernetzung der Anbieter und die Schaffung ganzheitlicher Versorgungsstrukturen kann die Hauptstadtregion vom Medizintourismus profitieren. Das Thema „Medizintourismus“ hat daher im Masterplan „Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg“ im Rahmen des Handlungsfeldes 4 „Gesundheitsförderung, Prävention und Medizintourismus“ einen hohen Stellenwert.