EFRELand Brandenburgbe Berlin

Bioinformatik

Berlin hat sich in den letzten Jahren zu einem der Spitzenstandorte im Bereich Bioinformatik und wissenschaftliches Rechnen entwickelt. Zu den wichtigsten Einrichtungen gehören die Bioinformatik-Abteilung am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, das Zuse-Institut Berlin, das Institut für Informatik/Bereich Wissenschaftliches Rechnen der Freien Universität Berlin sowie die Institute für Theoretische Biologie und Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin. Die durch sie im Berliner Raum entstandene Ballung wissenschaftlicher Exzellenz sucht national und international ihresgleichen.

Neben der überdurchschnittlichen Forschungskompetenz zeichnet sich die Berliner Bioinformatik-Szene durch einen hohen Grad an Kommunikation untereinander sowie ein sehr abgestimmtes Handeln der beteiligten Wissenschaftler aus. Dies drückte sich in den letzten Jahren z.B. in einer sehr hohen Drittmittel-Einwerbung aus, beispielsweise für das "DFG-Forschungszentrum Mathematik für Schlüsseltechnologien", den Sonderforschungsbereich „Theoretische Biologie: Robustheit, Modularität und evolutionäres Design lebender Systeme" und das BMBF-geförderte "Berliner Centrum für Genombasierte Bioinformatik (BCB)".

In den letzten Jahren haben sich medizinische Anwendungen der Bioinformatik als Schwerpunkt der Berliner Bioinformatik herauskristallisiert. Medizinische Anwendungen der Bioinformatik finden sich beispielsweise bei Entwicklung, Design und Auswertung von Microarrays, bei der genetischen Analyse von Patienten als Grundlage einer individualisierten Medizin, aber auch bei der Strukturbestimmung von Proteinen als drug targets und der Entwicklung passgenauer Liganden für solche Targets.